Spiritualität
Leben in der Spiritualität des Karmel ist die Erfahrung, „dass Gott lebt“ und Beziehung will und schenkt: ein Leben in Freundschaft mit Jesus Christus, dem menschgewordenen Sohn Gottes. Diese Freundschaft lebt vom und im INNEREN GEBET, das, wie Teresa von Avila sagt, „das Gespräch mit einem Freund ist, mit dem ich oft und gern zusammenkomme, weil ich weiß, dass er mich liebt“. Die Liebe ist die treibende Kraft. In Stille, Schweigen und Sammlung kann diese Freundschaft sich entfalten.
Nicht nur Ordensfrauen und Männer, sondern jeder Christ ist zu einem Leben in wachsender Gottesnähe berufen.
Im Laufe der Zeit haben viele Heilige des Karmel durch ihre Schriften dazu beigetragen, dass der Beter die Erfahrungen, welche er mit Gott macht, deuten lernt. So kann der Karmel bis heute ein Ort der Gotteserfahrung sein. Viele Menschen suchen heute diese Orte auf, und auch in den Gemeinschaften der Tertiar-Karmelitinnen besteht die Möglichkeit, sich zurückzuziehen oder mitzuleben.
Wir Tertiar-Karmelitinnen gehören zum teresianischen Karmel. So wird der von Teresa von Avila und Johannes vom Kreuz reformierte Zweig genannt. Wir leben in der Nachfolge Christi in schwesterlicher Gemeinschaft und im Geist unserer GründerInnen. Die Regel Karmel und unsere Satzungen „Geist und Leben“ bilden die Grundlage für ein Leben in Freundschaft mit Gott. Diese Gottverbundenheit ist für uns die Seele unseres apostolischen Wirkens.
Betrachtet man die Grundsätze der GründerInnen, so lässt sich eine aus dem Evangelium und der Spiritualität des Karmel geschöpfte Orientierung feststellen.