Reform
Mitte des 15. Jahrhunderts wurden die ersten Frauen in den Orden aufgenommen. Wie die im 13. Jahrhundert nach Europa zurückgekehrten Karmeliten, lebten sie schon nach einer gemilderten Regel.
Teresa von Avila (1515-1582) wollte mit ihrer Reform die ursprüngliche Regel in ihrer Strenge wiederherstellen, schuf aber in Wirklichkeit etwas Neues. Kernpunkte ihrer Reform sind der Vorrang des Gebetes, Einsamkeit, Schweigen, Armut, das Leben in einer kleinen Gemeinschaft und – als apostolische Zielsetzung – die Fürbitte für die Kirche.
Mit Hilfe Johannes vom Kreuz breitete sich die Reform auch im männlichen Zweig des Karmel aus. 1593 erfolgte nach schweren Konflikten die Trennung zwischen Reform- und Stammorden. Beide Zweige sind heute weltweit vertreten.